Ergänzende Verhandlungen über eine Lohnkürzung sind nur zulässig, wenn eine Öffnungsklausel vorliegt (siehe Ziffer 2 und 4). In der Regel kann jedes Unternehmen freiwillig anbieten, seinen Mitarbeitern über die tariflichen Tarife hinaus zu zahlen. Der Spielraum für freiwillige Zusatzzahlungen hat sich jedoch im Laufe der Jahre verringert. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank war die Lohndrift in den letzten Jahren negativ. In den Jahren 1996, 2000 und 2001 gab es jedoch Ausnahmen. Das Swedish Entrepreneurship Forum, eine politische Forschungsorganisation mit Schwerpunkt auf Unternehmertum und Entwicklung kleiner Unternehmen, stellt in der schwedischen Plattformwirtschaft eine Tendenz fest, freiwillig sektorale Tarifverträge zu unterzeichnen. Ein Fragebogen, der 2018 von der Geschäftsleitung von Plattformen ausgefüllt wurde, zeigt, dass die Begründung für diese freiwilligen Vereinbarungen auf dem Wunsch der Plattform liegt, als “faire Option” anzusprechen und Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften in einem engen Arbeitsmarkt zu erhalten. Die IG Metall zieht regelmäßige Lohnerhöhungen strikt der VPS vor und lehnt jede Politik ab, die darauf abzielen, die Bedeutung der variablen Bezahlung im Verhältnis zu den Löhnen im Rahmen von Mehr-Arbeitgeber-Vereinbarungen zu erhöhen. Die Parteien stimmen ferner zu, dass jede Schiedskommission oder ein einzelner Schiedsrichter die volle Zuständigkeit für die Entscheidung über die Rechtzeitigkeit im Lichte dieser Vereinbarung hat und dabei nicht durch das Ontario Labour Relations Act eingeschränkt wird. Variable Zahlungssysteme (VPS) sind im Bank- und Versicherungswesen stärker verbreitet als in anderen Sektoren, wie dem verarbeitenden Gewerbe. Unabhängig von dem betreffenden Sektor beziehen sich die Gewinnbeteiligungs-, Bonus- und Bewertungssysteme jedoch in der Regel nicht auf Vereinbarungen über mehrere Arbeitgeber, die andere Aspekte des Vergütungssystems regeln. Die Öffnungsklauseln erlauben jedoch die Ausnahme von kollektiven Standards und/oder die Möglichkeit, die Höhe der Boni von der Leistung des Unternehmens abhängig zu machen. Während die Arbeitgeberverbände generell die weitere Ausweitung der VPS im Rahmen von Mehrarbeitgebertarifverträgen gefordert haben, zögern die Gewerkschaften eher, die regulären Löhne, zum Teil durch VPS, zu ersetzen.